Ein Bericht unserer FSJlerin Mette im Bereich Kultur
Als ich vor einigen Wochen am Empfangstisch der Veranstaltung „Kultur.Meer.Wert“ stand, passierte etwas, womit ich wenige Monate zuvor niemals gerechnet hätte: Immer wieder sah ich bekannte Gesichter aus der Kulturszene Schleswig-Holsteins. Menschen, deren Namen ich vorher vielleicht nur von Webseiten, E-Mail-Adressen oder der Zeitung kannte, gehörten plötzlich zu meinem Arbeitsalltag. In diesem Moment wurde mir bewusst, wie schnell man durch ein FSJ in eine völlig neue Welt eintauchen kann.
Aber erstmal zu mir: Moin, ich bin Mette, 19 Jahre alt, und habe letztes Jahr mein Abitur in Aachen gemacht. Nach vielen Jahren Schule hatte ich Lust auf Veränderung, einen Ortswechsel, neue Erfahrungen und ein kleines Abenteuer. Und mit meiner Entscheidung für ein FSJ bei der grünen Landtagsfraktion Schleswig-Holstein ist genau das eingetreten.
Als ich mich zu Beginn für einen Arbeitsbereich entscheiden durfte, fiel meine Wahl schnell auf den Arbeitskreis Kultur und Bildung. Nicht nur, weil dort tolle Menschen arbeiten, sondern vor allem, weil Kultur auch in meiner Freizeit eine große Rolle spielt. Ich gehe gerne auf Konzerte, ins Kino oder Theater und lese viel. Umso spannender war es für mich, die politische Perspektive kennenzulernen und zu lernen, wie gesellschaftliche Fragen, kreative Ideen und politische Entscheidungen miteinander verbunden sind.
Mein Alltag ist dementsprechend abwechslungsreich. Ein fester Bestandteil sind die wöchentlichen Arbeitskreistreffen innerhalb der Fraktion sowie die gemeinsamen Treffen mit unserem Koalitionspartner, der CDU. Dort werden aktuelle Themen, Anträge und politische Vorhaben besprochen und die nächsten Schritte geplant. Während der Plenarwochen durfte ich außerdem beim Kulturcafé dabei sein, einem regelmäßigen Austausch zwischen dem Ministerium und den kulturpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Koalition.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Termine, bei denen ich Uta begleiten darf. Oft heißt es spontan: „Mette, hast du Lust mitzukommen?“ Genau diese Einblicke machen mein FSJ so besonders. Ich darf erleben, wie politische Arbeit funktioniert und wie eng der Austausch zwischen Politik und Kulturschaffenden ist.
Neben den Terminen gehören auch viele organisatorische und kreative Aufgaben zu meinem Alltag. Ich unterstütze bei der Vorbereitung von Veranstaltungen, erstelle Präsentationen und Synopsen zu Gesetzesänderungen, wie zum Beispiel für das Musikschulfördergesetz, lese Landtagsreden Korrektur, bereite Unterlagen für Sitzungen und Termine vor und durfte beispielsweise bei der Planung und Organisation von „Kultur.Meer.Wert“ mitwirken.
Besonders beeindruckt mich die Leidenschaft, mit der Uta sich für Kultur in Schleswig-Holstein einsetzt. Ein Zitat von Claudia Roth begleitet mich dabei durch dieses Jahr: „Kultur ist der Sound der Demokratie.“
Genau das durfte ich in meinem FSJ erleben. Kultur entsteht durch Menschen, durch Begegnungen und durch Austausch. Uta zeigt in ihrer Arbeit, wie wichtig es ist, Kultur sichtbar zu machen und die Stimmen von Kulturschaffenden ernst zu nehmen.
Liebe Uta, vielen Dank, dass du mich überall mitgenommen hast und mir so viele Begegnungen und Einblicke ermöglicht hast. Danke auch an dein wunderbares Team für die Offenheit und die herzliche Aufnahme.
Mein FSJ hat mir gezeigt, wie vielfältig und wichtig Kulturpolitik für unsere Demokratie ist – und wie viele engagierte Menschen sich täglich dafür einsetzen. Und wenn ich heute bei Veranstaltungen stehe und denke: „Moment mal, die kenne ich doch!“, dann weiß ich, dass genau diese Begegnungen mein Jahr geprägt haben.