Und was ich für Schleswig-Holstein mitnehme:
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag reist im Rahmen der diesjährigen Fraktionsreisen vom 18.-22.05.2026 nach Kopenhagen, um sich über aktuelle politische Entwicklungen in Dänemark, nachhaltige Stadtentwicklung und gesellschaftspolitische Fragen auszutauschen. Für mich besonders spannend ist dabei die Rolle der Kultur als „Dritter Ort“, die Transformation von Hafen- und Industriearealen sowie der Blick auf die dänische Hauptstadt als Vorreiterin in Fragen der Mobilität und Klimaneutralität.

Nach unserem Besuch der Deichman-Bibliothek in Oslo vor zwei Jahren möchte ich nun genauer hinschauen, welche Rolle solche modernen Bibliothekskonzepte in Kopenhagen spielen – und was wir davon für Bibliotheken und andere Dritte Orte in Schleswig-Holstein lernen können. Mich bewegt außerdem, wie Kultur, lebenswerter Alltag und Nachhaltigkeit zusammengedacht werden: wenn zum Beispiel mit CopenHill auf einer Müllverbrennungsanlage ein Freizeit- und Kulturort entsteht oder wenn in Nordhavn neue, klimabewusste Stadtquartiere entstehen, in denen von Beginn an Raum für Kultur und Freizeit, Öffentlichkeit und Begegnung vorgesehen ist. Für diese Einblicke bin ich sehr dankbar und nehme ich einiges für die politische Aushandlung von Transformation und Stadtentwicklung in Schleswig-Holstein mit.

Auf unserem Programm standen unter anderem der Austausch mit unserer Schwesterpartei, der Grünen Fraktion im dänischen Parlament zur aktuellen politischen Lage und Regierungsbildung in Dänemark, zu Klimapolitik und gemeinsamen gesellschaftlichen Herausforderungen; der Besuch des „Black Diamond“ mit Gesprächen zur Zukunft der Bibliotheken als Dritte Orte und als offene, niedrigschwellige Bildungs- und Kulturangebote; eine geführte Radtour durch Kopenhagen mit Fokus auf Radverkehr, Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und Stadtbegrünung; ein Besuche in den Transformationsgebieten Nordhavn und rund um Copen Hill, um zu diskutieren, wie aus ehemaligen Hafen- und Industrieflächen nachhaltige Quartiere und Orte für Freizeit und Kultur werden; Gespräche zu den Großprojekten Lynetteholm und über Küstenschutz, in denen ökologische, soziale und stadtentwicklungspolitische Fragen miteinander verknüpft wurden.